Logo St. Johannesgemeinde Halle Logo St. Johannesgemeinde Halle
Suchkategorie auswählen

St. Johannesgemeinde Halle

An der Johanneskirche 1-2, 06110 Halle

Fon +49 (0) 345 121 33 22
pfarramt.hal.johannes@ekmd.de

Johannes der Täufer Kirche Diemitz

image001

© Matthias Wiesner-Glufke

Johannes der Täufer Kirche Diemitz

Reideburger Landstraße
06116 Halle (Saale)


Die evangelische Kirche „Johannes der Täufer“ steht im Stadtteil Diemitz, jetzt Otto-Stomps-Straße 1, 06116 Halle (Saale). Sie gehört zu den ältesten und bedeutendsten historischen Zeugnissen des ursprünglich selbständigen Dorfes, welches heute zur Stadt Halle (Saale) gehört.

Geschichte der Kirche
Während des dreißigjährigen Krieges wurden Diemitz - zum zweiten Mal in seiner Geschichte - vollständig zerstört. Der Wiederaufbau der Kirche in Form eines barocken Saalbaues erfolgte ab 1647 mit der Neubesiedelung des Dorfes. Die Kirche wurde von den Gläubigen Johannes dem Täufer gewidmet.

Der heute eher ungewöhnliche Standort der Kirche direkt an einer Hauptzufahrt zum Stadtteil, erklärt sich aus der ersten Zerstörung des Dorfes durch einen Brand 1414. Danach entstand Diemitz um etwa 400 Meter nach Westen verschoben neu. Die Kirche und der Friedhof hingegen blieben am ursprünglichen Ort.

Zwischen 1886 und 1888 erfolgte durch das in Halle ansässige Architekturbüro Giese eine umfangreiche Sanierung sowie ein Anbau an der Nordseite. Die gestiegene Einwohnerzahl in Diemitz und die Gründung einer eigenen Pfarrgemeinde hatten diesen Umbau nötig gemacht. Das Sitzplatzangebot in der Kirche erhöhte sich auf 120 Plätze.

Die Kirche heute
Genau diese 120 Plätze sind heute immer noch vorhanden, im Hauptschiff der Kirche sogar die originalen Bänke von 1886. Nicht nur bei den regelmäßigen Gottesdiensten, sondern auch zu den beliebten, mehrfach im Jahr stattfindenden Chorkonzerten oder der Christvesper kann man hier Platz nehmen.

Mitte der 1990er Jahre entschloss sich die Diemitzer Gemeinde zu einer grundlegenden Erneuerung ihres in den Nachkriegsjahren stark in Mitleidenschaft gezogenen Gotteshauses. Um diese finanziell stemmen zu können, verkaufte sie das eigene Pfarrhaus sowie das Küstergebäude. Darüber hinaus halfen zwischen 1997 und 2000 viele Gläubige durch ehrenamtliche Unterstützung oder Spenden mit, den Bau zu einem guten Abschluss zu bringen. Die neu aufgearbeitete, originale Wetterfahne am Turm von 1886 zeugt mit genau dieser Inschrift schon von Weitem davon.

Seit 1998 findet sich im Inneren der Kirche ein beeindruckendes Altarbild des bekannten halleschen Malers Bernd Baumgart. Dieses ist - im Gegensatz zu anderen Altarbildern - auf den ersten Blick eher herausfordernd, als einfach nur ein gefälliges Triptychon. Jedoch zeigt es in seiner detailreichen Bildsprache viele Dinge, die sich einem erst bei längerem Betrachten offenbaren. Eine gute Gelegenheit, in Ruhe vor dem Altar zu verweilen, findet sich z.B. bei den regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten.



Der Friedhof

Untrennbar mit der Kirche verbunden ist der sie umgebende, historische Friedhof. Dieser zählt definitiv zu den besonderen Kleinoden der Umgebung und ist für zahlreiche Besucher, Geschichtsinteressierte und Fotografen ganzjährig ein Geheimtipp. Nicht nur die zahlreichen barocken Grabsteine im durch Bäume beschattenden Gelände beeindrucken hier, sondern auch die sehr gut erhaltene Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges. Diese entstand nach einem Entwurf der Bildhauerin und Keramikerin Hildegard Theeßen (1899-1983) in der Mitte der 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Sie ist in dieser Form selten, wenn nicht sogar einmalig in Sachsen-Anhalt.

Die in 9 Reihen, mit wenig Abstand zueinander aufgestellten, steinernen Kreuze sind jeweils mit einem Bibelzitat und dem Namen des gefallenen Soldaten versehen. Dieses Gräberfeld erinnert so in sehr eindringlicher Art an die 82 im Krieg gefallenen und vermissten Diemitzer. Vor dem Gräberfeld betet eine übergroße Jesusstatue für die Verstorbenen.

An die Opfer des deutsch-französischen Krieges 1870-71 erinnert ein Gedenkstein links vom Grabfeld, bei dem der ihn krönende Adler - bis auf die Krallen - nach dem Krieg abgeschlagen wurde. Rechts vom Grabfeld steht eine Plastik von Hildegard Theeßen aus dem Jahr 1935, die an die „Opfer der nationalen Bewegung“ erinnern sollte.

Umrahmt wird das Ensemble von Kirche und Friedhof von einer breiten Naturstein- und Ziegelmauer, die in den Jahren 2011-14 als vorerst letzte Baumaßnahme im Rahmen eines Bürgerarbeitsprojektes mit viel Liebe aufwändig saniert und wiederinstandgesetzt wurde.

Mittlerweile ist die Gemeinde Diemitz fester Bestandteil des Pfarrbereiches der
Evangelischen Johannesgemeinde in Halle.

Unter https://www.johannesgemeinde-halle.de finden Sie aktuelle Informationen zu Gottesdiensten, Konzerten und weiteren Veranstaltungen.
MK

Märit Kaasch

Pfarrerin

SG

Susann Greuel

Gemeindepädagogin

Lydia Kuhr

Lydia Kuhr

Kantorin

KV

Kathrin von Hoff

Gemeindesekretärin

FH

Folker Hofmann

Vikar

MN

Matthias Nowak

Küster und Hausmeister