Photovoltaik-Anlage auf dem Gemeindehausdach
Dem Bau unserer Solaranlage gingen intensive Planungen und Berechnungen voraus. Nachdem die Angebote mehrerer Firmen verglichen waren, ebnete die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde, auf der von der Straße aus sichtbaren, 45° nach Süden geneigten Dachfläche die Anlage zu bauen, den Weg. Erleichtert wurde uns das Vorhaben auch durch die Förderzusage des Klimaschutzfonds der Landeskirche, welcher 30% der Baukosten übernahm.
Im April 2025 konnte die Solaranlage auf dem Süddach von Haus 1 durch die Firma Smooth Energy in Betrieb genommen werden. Durch den Einbau digitaler Messtechnik kann die Gemeinde nun den PV-Strom unbürokratisch auch an die anderen Nutzer im Haus verkaufen: Neben der Gemeinde selbst profitieren auch der Kindergarten, das Archiv und die Mietwohnungen davon.
Die Anlage hat eine Leistung von 20kWp und verfügt über einen Akku mit 20kWh Kapazität.
Die PV-Anlage deckt über’s ganze Jahr gesehen knapp 50% des Strombedarfs des ganzen Hauses, im Sommer mehr, im Winter weniger. Zwei Drittel des PV-Stroms konnten direkt im Haus (teilweise auch dank des Akkus) verbraucht werden. Das restliche Drittel, erzeugt an sehr sonnigen Tagen, wurde ins Netz eingespeist.
Pro Jahr werden durch die Anlage 12t CO2 eingespart. Das entspricht der Menge, die 500 Bäume aufnehmen.
Übrigens ist – nach Auskunft des Stromnetzbetreibers – die Johannesgemeinde erst die zweite Immobilie in Halle, die nach dem neuen Gesetz der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) Energy sharing mit den Nutzern im Haus betreibt.
Martin Erhardt